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Noch mehr Mitmachweb in Davos


Bei dieser Meldung wird wieder mal anschaulich dargestellt, wie web 2.0 unsere Welt beinflusst und etwas mehr Transparenz in unserem Zusammenleben schafft. Sehr interessant sind die Links auf der ZDF-Seite - von youtube bis flickr ist alles vertreten.

Der Nabel der politischen und wirtschaftlichen Welt liegt
einmal im Jahr in Davos. Vom 28. Januar bis 1. Februar 2009 treffen sich im schweizerischen Graubünden die Mächtigen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zum Weltwirtschaftsforum (WEF). Noch mehr Mitmachweb in Davos - Video-Kanal zum Weltwirtschaftsforum auf YouTube gestartet . YouTube, Twitter und MySpace - das Weltwirtschaftsforum in Davos zeigt digitale Bürgernähe. Die Themen der Konferenz sollen im Web diskutiert werden. Jeder ist aufgefordert, seine Meinung zu sagen. Wirkliche Teilhabe oder schmückendes Beiwerk?
So ist die Meldung vom ZDF vom 27.12.08. (Hier clicken)Den ganzen Artikel können Sie unter "mehr lesen" nachschlagen.
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Noch mehr Mitmachweb in Davos
Video-Kanal zum Weltwirtschaftsforum auf YouTube gestartet
von Alfred Krüger
YouTube, Twitter und MySpace - das Weltwirtschaftsforum in Davos zeigt digitale Bürgernähe. Die Themen der Konferenz sollen im Web diskutiert werden. Jeder ist aufgefordert, seine Meinung zu sagen. Wirkliche Teilhabe oder schmückendes Beiwerk?

Der Nabel der politischen und wirtschaftlichen Welt liegt einmal im Jahr in Davos. Vom 28. Januar bis 1. Februar 2009 treffen sich im schweizerischen Graubünden die Mächtigen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zum Weltwirtschaftsforum (WEF). Russlands Staatspräsident Wladimir Putin wird ebenso zugegen sein wie Microsoft-Gründer Bill Gates. Auch Otto Normalbürger soll mitdiskutieren, aber ob er am Ende wirklich was zu sagen hat, bleibt fraglich.
Bestes Video wird belohnt
Auch in diesem Jahr haben die WEF-Organisatoren auf YouTube einen eigenen Videokanal eingerichtet: "The Davos Debates" - "Die Debatten von Davos". Hier kann sich jeder YouTube-Nutzer per Video Gehör verschaffen und bis zum 20. Januar seine Gedanken zu den drängenden Problemen der Menschheit kundtun. Dieses Jahr gibt es aber erstmals ein besonderes Schmankerl: Derjenige, der das beste Video einreicht, wird zum Forum eingeflogen.

Die besten Videos werden den Konferenzteilnehmern vorgeführt, heißt es auf der Webseite des WEF. Die Forumsteilnehmer werden anschließend Antworten und Kommentare verfassen und auf YouTube hochladen. Dafür gebe es im Kongresszentrum in Davos eine eigens aufgestellte Kabine.

2008 haben rund zweihundert Nutzer die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und den WEF-Teilnehmern ihre Meinung gesagt. So viele Videos wurden offiziell veröffentlicht. Darunter befanden sich auch Botschaften des ehemaligen US-Außenministers Henry Kissinger sowie des israelischen Präsidenten Shimon Peres.

Noch mehr Mitmachweb in Davos
Acht Millionen Mal wurden die veröffentlichten Clips bisher aufgerufen. Der WEF-Kanal habe im letzten Jahr gezeigt, "wie neue Kommunikationstechnologien sinnvoll eingesetzt werden können, um den Dialog zwischen Bürgern und Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft zu fördern", sagt Matthias Lüfkens vom Weltwirtschaftsforum. Ob dies den inhaltlichen Verlauf der Veranstaltung beeinflusste, lässt er allerdings offen.

In diesem Jahr sollen die Möglichkeiten, die das Mitmachweb bietet, noch weitaus stärker genutzt werden, kündigen die Veranstalter an. Zusätzlich zum YouTube-Kanal werden erstmalig weitere populäre Web-2.0-Portale mit in die Veranstaltung eingebunden. So wird es in den sozialen Online-Netzwerken Facebook und MySpace WEF-Webseiten geben. Über Twitter werden Kurznachrichten zur Veranstaltung ausgeliefert. Zudem werden ein OpenForum-Wiki sowie eine WEF-Seite auf dem Fotoportal flickr eingerichtet.
Hehre Ziele
Das Ziel ist hoch gesteckt. "Nutzer werden im Laufe der Tagung die Möglichkeit haben, die Diskussion am WEF durch die auf diesen Seiten geposteten Fragen live mitzugestalten", verspricht Lüfkens. "Wir wollen nicht nur erreichen, dass die Forum-Teilnehmer den Fragen der Bürger Rede und Antwort stehen müssen. Uns geht es vielmehr darum, eine richtige Debatte zwischen beiden Seiten zu initiieren."

Also mehr Bürger-Teilhabe am globalen Diskussionsprozess durch YouTube und Co.? Zweifel sind erlaubt. Was 2007 im US-Vorwahlkampf klappte und zu einem Schlagabtausch der Kandidaten führte, muss in Davos noch längst nicht funktionieren. Im Juli und November letzten Jahres waren YouTube-Nutzer aufgefordert, den Präsidentschaftskandidaten Fragen zu stellen. Die Videos wurden auf YouTube hochgeladen und den Kandidaten dann in einer Live-Fernsehsendung präsentiert, die so gezwungen waren, Stellung zu nehmen.
Nur schmückendes Beiwerk?
Anders in Davos. Hier wird es dem Zufall überlassen, ob die Bürger-Videos von den Forumsteilnehmern beachtet werden. Alle Teilnehmer würden "ermutigt", sich die Videos anzuschauen, heißt es auf der WEF-Webseite. Verpflichtet sind sie dazu aber nicht. Böse Zungen könnten sagen: Sie sind nichts weiter als ein schmückendes Beiwerk aus der Zauberkiste des populären Mitmachwebs - interessant anzuschauen, engagiert und gut gemacht, für den inhaltlichen Verlauf der Veranstaltung

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