Sonntag

Frohe Weihnacht oder was?

Dagegen sind doch unsere kleinen Birnchen am Haus als Weihnachtsschmuck recht einfach.;-))




Es ist wieder soweit: In aller Welt spannen Hausbesitzer kilometerweise Kabel und Lichterketten, verbauen Hunderttausende von Glühlampen und richten Radiosender ein, die den passenden Soundtrack liefern. Die Weihnachts-Beleuchtungs-Saison hat begonnen - und die Rekorde purzeln.

Die Illuminationsapokalypse nimmt jedes Jahr extremere Formen an. Wenn es um Weihnachten geht, kennt ein aufrechter amerikanischer Hausbesitzer keinen Klimawandel und keine Energiesparlampen, da ist ihm die Stromrechnung egal und der Nachtschlaf der Nachbarn auch: Es muss blinken, blitzen und leuchten, und zwar im Rhythmus möglichst schauerlicher Weihnachts-Muzak.

Quelle: Spiegel online v. 06.12.08

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Freitag

"Bilderbuchbeziehung" zwischen Behörde und Wikipedia

"Na, wer hätte das gedacht?"

Das Bundesarchiv stellt der Online-Enzyklopädie Wikipedia rund 100.000 historische Fotos zur freien Verfügung. Beide Seiten unterzeichneten einen entsprechenden Kooperationsvertrag und sprachen von einer "Bilderbuchbeziehung im Internet". Die Vizepräsidentin des Bundesarchivs, Angelika Menne-Haritz, erklärte, durch die Zusammenarbeit komme das Bundesarchiv seinem Ziel näher, alle verwahrten elf Millionen Bilder frei zugänglich zu machen.

Im Rahmen der Vereinbarung ist zudem geplant, eine Personenliste des Archivs mit Artikeln des Online-Lexikons sowie mit Einträgen in die Personennamen-Datei der Deutschen Nationalbibliothek zu verknüpfen. Das soll Recherchen zu Personen erleichtern.

Die Bilder stammen aus verschiedenen Epochen der deutschen Geschichte, von der Kolonialzeit über die Weimarer Republik und die NS-Zeit bis heute. Das Bundesarchiv stellt die Aufnahmen mit einer Standard-Lizenz der Organisation Creative Commons zur Verfügung. Sie dürfen damit kostenlos verwendet und weiterverbreitet werden - auch kommerziell - wenn das Bundesarchiv als Urheber genannt wird.

Die Zusammenarbeit mit einer Bundesbehörde sei eine Bestätigung für die Arbeit der ehrenamtlichen Wikipedia-Macher, sagte Wikimedia-Sprecherin Catrin Schoneville. Bei den Fotos handle es sich um teils "einmaliges historisches Material", mit dem die Autoren des Online-Lexikons nun die Artikel anreichern könnten.

Quelle:www.tagesschau.de v. 04.12.08


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Montag

Wo ist das Geld geblieben?

Die Finanzkrise hat riesige Vermögen vernichtet. Doch die Milliarden sind nicht verschwunden – sie werden gerade neu verteilt. Eine Spurensuche bei amerikanischen Baufirmen, deutschen Bankmanagern und chinesischen Investoren......
Selten wird so verständlich über das Entstehen der Finanzkrise geschrieben. Erschreckend die "Einfältigkeit" der Akteure. Klar beschrieben sind auch die Profiteure und wo das Geld nun wirklich abgeblieben ist.
Sehr lesenswert.
Quelle: Die Zeit vom 27.11.08
Von Kerstin Kohlenberg und Wolfgang Uchatius

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Freitag

Die Macht der Prophezeiung

Es war einmal ein Würstchenverkäufer. Er war schwerhörig, deshalb hatte er kein Radio. Er sah schlecht, deshalb las er keine Zeitung. Er verkaufte köstliche heiße Würstchen. Das sprach sich herum, und die Nachfrage stieg von Tag zu Tag. Er kaufte einen größeren Herd und dann noch einen zweiten. Er holte seinen Sohn von der Universität zurück, damit er ihm half.
Aber dann sagte der Sohn: “Vater, bist du denn gar nicht informiert? Eine schwere Rezession kommt auf uns zu. Der Umsatz wird zurückgehen. Du solltest nichts mehr investieren.”
Der Vater dachte: Mein Sohn hat studiert. Er schaut Fernsehen, hört Radio und liest Zeitung. Der muss viel wissen. Also verringerte er seine Fleisch- und Brötcheneinkäufe. Dann sparte er an der Qualität des Fleisches. Und zuletzt verkaufte er sogar einen Herd. Damit er etwas Liquidität bekam - für die schlechten Zeiten.
Und das Schlimmste: Die Sorge um die Zukunft ließ ihn missmutig werden und unfreundlich zu seinen Kunden. Das Ergebnis ließs nicht lange auf sich warten. Der Absatz an heißen Würstchen fiel und fiel, unaufhaltsam.
“Du hattest Recht, mein Sohn,” sagte der Vater, “es steht uns eine schwere Rezession bevor.”

Jürgen Fuchs (Das Märchenbuch für Manager)

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Montag

Zeitlos Aktuelles

“Sie änderten die gewohnten Bezeichnung für die Dinge nach ihrem Belieben. Unreflektierte Risikobereitschaft galt als Mut und als Loyalität den eigenen Leuten gegenüber, Zögern mit Blick auf die Folgen des eigenen Handelns als aufgeputzte Feigheit, Besonnenheit als Deckmantel der Ängstlichkeit, alles bedenkende Klugheit als lähmende Schlaffheit, und wildes Draufgängertum hielt man für die Art ganzer Kerle. Wer immer schimpfte und mit nichts zufrieden war, galt für glaubwürdig, wer aber widersprach, für verdächtig. Wenn einer mit einem hinterhältigen Schachzug Erfolg hatte, wurde er als klug angesehen, und es war ein Zeichen noch größerer Klugheit, einen Angriff rechtzeitig zu durchschauen. Wer sich aber selbst vorsah, um nichts mit diesen Dingen zu tun zu haben, von dem hieß es, er fürchte sich vor dem Gegnern. Denn lieber lassen sich die meisten Menschen einen gewitzten Halunken nennen als einen anständigen Dummkopf. Des einen schämten sie sich, aber mit dem anderen geben sie an.”

Worte des griechischen Philosophen Thukydides, zitiert aus “Außenansicht”, SZ 15/16. 11. 2008 von Stefan Rebenich

Gefunden am 17.11.08 bei http://www.edu-tainment.de

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Sonntag

"Obama wird ein virtueller Präsident"




Obama legt immer noch einen drauf: Erst revolutioniert er den Wahlkampf,weil er soziale Netzwerke einbindet, dann stellt er private Fotos bei Flickr ein und jetzt ist seine neue interaktive Homepage online. Er wird der erste ePresident, so Experten.
Dass die Arbeit in Blogs und sozialen Netzwerken nicht nur eine Wahlkampftaktik war, zeigt Obama mit seinen jüngsten Aktionen: Erst stellte er nach der Wahl seine "privaten" Bilder aus der Wahlnacht bei flickr ein (
hier clicken), dann eröffnete er seine neue Homepage. Auf http://www.change.gov/ will Obama berichten, wie seine Zeit bis zum 20. Januar verläuft. Transition nennendie Amerikaner diesen Übergang zwischen zwei Präsidenten.
Interaktive Machtübergabe und Obamas "transition" soll interaktiv ablaufen: Direkt auf derStartseite seiner neuen Page gibt es eine Rubrik "Open Government": Hier bittet Obama die User darum, ihm ihre Geschichten zu schicken. "DerWahlkampf und der historische Moment waren Dein Verdienst", schreibt Obama, "bitte sei ein Teil davon, den Wandel in unser Land zu bringen, und schick mir Deine Ideen und Wünsche".
"Wird Obama ein Präsident, dem man einfach eine E-Mail schreiben kann", wundert sich ein Blogger. Ein Präsident, dem man direkt sagen kann, was ertun müsste? "Obamas Team wird versuchen, genau das rüberzubringen", meintWendell Cochran von der American University, "sie werden alle technischen Möglichkeiten nutzen, um den Menschen das Gefühl zu geben, so gut über die Arbeit des Präsidenten informiert zu sein wie noch nie zuvor".
Sprechstunde im Netz?Cochran könnte sich zum Beispiel vorstellen, dass Obama eine Art Bürgersprechstunde im Netz einrichtet: "Einmal im Monat eine Stunde mit dem Präsidenten chatten wäre eine Möglichkeit", meint er. Allerdings müsse man das entweder auf eine bestimmte Anzahl Personen begrenzen oder einen neuen riesigen Server erfinden, lacht der Forscher.
"Der erste Schritt ist, dass es auf der neuen Obama-Seite alle Infos als RSS-feed gibt", sagt Cochran. So verpasst niemand eine Mitteilung des Präsidenten. Und auch die sozialen Netzwerke werde Obama weiter mit einbinden, da ist sich Cochran sicher. Seine Studenten haben die Website http://www.transition.americanobserver.net/ . gegründet. Darauf wollen sie jeden virtuellen Schritt des 44. Präsidenten überwachen: mit dem "TransitionTracker".
Ein Auge werden die Studenten bestimmt darauf haben, was aus Obamas interaktiver Homepage wird. Denn noch verbirgt sich hinter den Menüpunkten"Share your story" und "Share your vision" nur ein Kontaktformular. Was die Menschen dem gewählten Präsidenten zuschicken und inwieweit das wirklich in seine Entscheidungen mit einfließt, werden nicht nur die Studenten der American University genau beobachten.

Quelle:www.zdf.de vom 09.11.08

Mehr über den zukünftigen Präsidenten
hier.

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Mittwoch

So könnte es entstanden sein

Wie das amerikanische Finanz-System funktioniert.

Der junge Chuck will mit einer eigenen Ranch reich werden. Zuerst kauft er einem Farmer ein Pferd ab. Er übergibt dem Farmer seine ganzen 100 Dollar und dieser verspricht, ihm das Pferd am nächsten Tag zu liefern. Am nächsten Tag kommt der Farmer vorbei und teilt Chuck eine schlechte Nachricht mit: "Es tut mir Leid, Kleiner, aber das Tier ist in der Nacht tot umgefallen." Meint Chuck: "Kein Problem. Gib mir einfach mein Geld zurück.“ "Geht nicht", eröffnet ihm der Farmer. "Ich habe das Geld gestern bereits für Dünger ausgegeben."
tyle="font-size:130%;">Chuck überlegt kurz. "Na dann", fängt er an,
"nehme ich das tote Biest trotzdem." "Wieso denn das?" fragt der Farmer. "Ich will es verlosen", erklärt ihm Chuck. "Du kannst doch kein totes Pferd verlosen!", staunt der Farmer. „Doch, doch“ antwortet Chuck, “kein Problem! Ich erzähl' einfach keinem, dass es schon tot ist..."


Monate später laufen sich Chuck - fein in Anzug und schicken Schuhen - und der Farmer in der Stadt über den Weg. Fragt der Farmer: "Na Chuck! Wie lief's denn mit der Verlosung des Pferde-Kadavers?" "Spitze", erzählt ihm Chuck. "Ich habe über 500 Lose zu je 2 Dollar verkauft und rund 1'000 Dollar Profit gemacht." "Ja... gab's denn keine Reklamationen?" "Doch - vom Gewinner", sagt Chuck. "Dem habe ich dann einfach seine 2 Dollar zurückgegeben."

. . .

Heute verkauft Chuck strukturierte Finanzprodukte bei einer Investmentbank.

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Dienstag

Mediale Wissensvermittlung

Ganz zufällig bin ich über die Website von Anselm Dohle-Beltinger gestolpert. Er ist Diplom-Volkswirt und Lehrbeauftragter. Es ist schon höchst erfreulich, wie er seine Themen medial aufbereitet und das Wissen ins www stellt. Powerpointpräsentationen seiner Vorlesungen, Audiodateien seiner Vorlesungen, Klausurthemen und deren Lösungen. Eine Fülle von Wissensdateien und Anregungen. Es lohnt sich, einmal zu stöbern. So kann moderne Wissensvermittlung aussehen. Mit etwas Fantasie kann man hier auch Wissensvermittlung in Unternehmen erkennen.

http://beltinger.de/
http://beltinger.de/vwl_barv/vwr_mshd_folind.htm

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Donnerstag

Der elektrische Reporter und Clay Shirky



“Das größte Missverständnis ist, zu glauben, das Internet sei eine Art Dekoration der heutigen Gesellschaft”, sagt der Netz-Denker und Medienprofessor Clay Shirky, vielmehr verändere das Netz unsere Gesellschaft an sich. Trotzdem oder deswegen nerven Shirky unkritische Euphoriker, die das Internet als den großen Heilsbringer sehen: “Was mich nachts nicht schlafen lässt, ist der investigative Journalismus.” Dieser sei in einem anderen, als im klassischen Medienmodell, kaum zu praktizieren.
"Clay Shirky gehört nicht nur zu den klarsten Denkern, sondern zweifellos auch zu den präzisesten Formulierern, die ich bislang vor der Kamera hatte. Daher habe ich mir die Freiheit genommen, unser Gespräch in beinahe voller Länge (über 20 Minuten) zu veröffentlichen."

Mehr zum "Elektrischen Reporter hier (Post vom 01.08.2007)

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Sonntag

Web 2.0 für Einsteiger

Hier kann man ein paar Lücken über Web 2.0 schließen. Insbesonders, wenn man "Neuling" ist. Schade, dass Teil 1 nicht mehr verfügbar ist.

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